
Der Künstler
Antonio Hase
Antonio Hase wurde 1963 in Westbosnien unter dem Nachnamen Draganović geboren. 1984 kam er nach Hamburg, später nach Luzern, und lebt und arbeitet seither in München. Als vielseitiger Künstler — Maler, Romancier, Drehbuchautor, Schauspieler und Regisseur — widmet er sich seit über vierzig Jahren der bildenden Kunst.
Er nimmt seit 1985 an Gruppenausstellungen und seit 1986 an Einzelausstellungen teil — bisher zehn an der Zahl. Seine Werke befinden sich in Privatsammlungen in Deutschland, der Schweiz, Kanada, Kroatien und den USA. Als kroatisch-deutscher Maler gewinnt er zunehmend internationale Anerkennung.
Seine Malerei ist in der Abstraktion verwurzelt — eine Überzeugung, die er Mitte der 1980er Jahre durch die Freundschaft mit Vlado Kristl gewann, der ihn in die Welt der Abstraktion einführte und mit dem großen deutschen Informel-Maler Emil Schumacher bekannt machte. In vier Jahrzehnten des Schaffens — vom Konstruktivismus zum Dekonstruktivismus — hat er sich als Pionier des Dekonstruktivismus in der Malerei etabliert.
Inspirationen und Widmungen – Emil Schumacher, Vlado Kristl und Antonio Hase
„Das Motiv meiner Malerei ist immer eine Widmung an Schumacher und Kristl."
Der künstlerische Weg von Antonio Hase wurde durch Begegnungen mit großen Namen der Weltkunst geprägt. Bereits in den achtziger Jahren machte ihn sein Freund Vlado Kristl mit dem deutschen Maler Emil Schumacher bekannt. Diese Begegnung prägte Hase nachhaltig und weckte in ihm eine tiefe Verbundenheit mit dem abstrakten Ausdruck, dem er bis heute treu geblieben ist.
Bei dieser Begegnung versprach Hase Schumacher, seinen Weg fortzusetzen und sich der Abstraktion zu widmen. Obwohl Schumacher und Kristl heute nicht mehr leben, ist ihre Gegenwart in Hases Werk stark spürbar. Der Künstler hat ihr Vermächtnis in eines seiner bedeutenden Werke übertragen – ein Bild mit dem Motiv eines Denkmals und einer Urne als symbolische Widmung an Schumacher, während verstreute Blütenblätter auf die Urne fallen, zur Erinnerung an Vlado Kristl.
Hase erklärt, dass die Blütenblätter von Kristls Blumen auch eine persönliche Bedeutung tragen – sie stehen für den Moment, in dem Kristl ihn mit Schumacher bekannt machte. Das Bild wurde ausgestellt und stieß auf großes Interesse, obwohl der Künstler damals keine Gelegenheit hatte, ausführlich über seine Bedeutung zu sprechen. Heute möchte er diese Geschichte daher mit der Öffentlichkeit teilen und die tiefe persönliche Dimension seines Schaffens betonen.
Mit diesen Werken bewahrt Antonio Hase nicht nur die Erinnerung an seine Freunde und Mentoren, sondern zeigt auch, dass Kunst eine Brücke zwischen Generationen und eine bleibende Botschaft der Dankbarkeit sein kann.

